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Durchfall

Reisedurchfälle (engl. "travellers diarrhea") werden vor allem durch Klimaumstellungen, Zeitverschiebung, Umstellung des Wasserhaushaltes, ungewohntes Essen, fettige und ölige Speisen, Röststoffe, kalte Getränke in zu großer Menge begünstigt. Die Erreger sind meist Bakterien oder Viren, die innerhalb von Stunden bis Tagen wieder aus dem Darm verschwunden sind, ohne daß eine spezifische Medikation (Antibiotika) eingenommen werden muß. 

Zur Vorbeugung gegen Reisedurchfälle dient Schutz des Oberbauches vor Auskühlung, insbesondere durch Klimageräte bei Nacht, Meiden von offenen Wässern und Säften, Eiswürfeln, Salaten und Meeresfrüchten. Im Erkrankungsfall ist als Selbsttherapie vor allem eine körperliche Schonung bis hin zur Unterbrechung der Reise angezeigt.

Zur Behandlung sind oft Diät und Flüssigkeitszufuhr ausreichend. Tee mit Zucker und etwas Salz, Cola und eventuell Elektrolytlösungen bei starken Flüssigkeitsverlusten helfen, denWasser- und Salzhaushalt des Körpers auszugleichen. Mit dem Nachlassen der akuten Beschwerden kann ein langsamer Nahrungsaufbau erfolgen: gekochte Haferflocken, Püree, Fleischbrühenextrakt, weiche Nudeln, Reis, mageres Fleisch, Bouillon mit Ei, abgekochte Milch. Bananen stopfen und Ersetzen verlorenes Kalium.  Alkohol, Zigaretten, scharfe oder fette Speisen sollten vermieden werden. 

Als Medikamente können eine rasche Auffüllung des Wasser- und Elektrolytverlustes durch ein Elektrolyt-Pulver, darüber hinaus die Anwendung eines Mittels gegen Durchfall sowie gelegentlich auch gegen Bauchkrämpfe eingesetzt werden. Stopfende Medikamente, die gegen Reisedurchfälle angeboten werden, sind mit Vorsicht zu genießen. Sie vermindern zwar rasch die Beschwerden, aber damit auch die Fähigkeit des Körpers, die störenden Erreger der Durchfälle auszuscheiden. Handelt es sich um gefährliche Erreger, wie z. B. Shigellen oder Amöben , kann deren Ausbreitung sogar begünstigt werden. Generell nicht angewendet werden sollten stopfende Medikamente bei blutigen Durchfällen und bei Kindern unter 12 Jahren ohne ärztliche Betreuung.

Antibiotika sollten nur dann eingesetzt werden, wenn Fieber über mehr als eine Nacht auftritt, Blut im Stuhl zu sehen ist oder nach drei Tagen keine Besserung der Beschwerden erkennbar ist.   Durchfälle, die auch noch bei Reiserückkehr bestehen bzw. die im zeitlichen Zusammenhang mit einer zurückliegenden Reise auftreten, sollten auf jeden Fall ärztlich abgeklärt werden.

Hinweis: bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Arzt!


Zeckenbißfieber

Rickettsiosen sind ernstere Erkrankungen, die durch Läuse, Milben, Flöhe oder Zecken übertragen werden. Eine Infektion mit diesen Bakteiren führt zunächst zu Fieber und typischen Hautausschlägen. Sie kann jedoch auch, insbesondere im weiteren Verlauf, eine Herzmuskelentzündung verursachen. Die Rickettsien sind weltweit verbreitet und können vor allem bei Trekkingtouren, während Übernachtungen im Freien und bei überwiegendem Aufenthalt in der Natur übertragen werden. Ein spezifischer Schutz vor der Infektion besteht nicht. Bei auffälligen Insektenstichen, insbesondere bei Zeckenstichen sollte ein Arzt konsultiert werden. Die englische Bezeichnung dieser Erkrankungen, "typhus" hat mit der Salmonellenerkrankung Typhus (abdominalis) nichts zu tun, diese heißt auf englisch "tyhoid fever".

Hinweis: bei Unklarheiten wenden Sie sich bitte an einen zugelassenen Arzt!