Gefahr im Wassertank - Legionellen im Warmwasserbereich
Bei einem Veteranentreffen der American Legion" (1976) in einem Hotel in Philadelphia (USA) erkrankten 182 Personen von ca. 4400 Personen an einer Infektion der Lunge und 29 davon starben. Nach halbjähriger Forschungsarbeit wurde ein bis dahin unbekannter Erreger nachgewiesen. Dem neu entdeckten Erreger der Legionärskrankheit" gab man den Namen Legionella pneumophila.
In den Niederlanden gab es Anfang 1999 mehrere Todesfälle.
Eine Infektion mit den verschiedenen Legionellaarten erfolgt meist durch das Einatmen eines Aerosols, weil der natürliche Standort der Legionellen das Wasser ist.
Bald stellte sich heraus, daß es hier zwei Verlaufsformen der Erkrankung gibt:
Da die Legionella-Bakterien auf dem Luftwege, verbunden mit feinsten Feuchtigkeitströpfchen eingeatmet werden, müssen entsprechende technische Vorkehrungen getroffen werden, um das Risiko zu vermindern. Hauptsächlich tritt dieses Problem bei Warmwasseranlagen, Luftbefeuchtern, Whirlpools, Inhalationsgeräten und hydrotherapeutischen Einrichtungen auf.
Diese technischen Einrichtungen, bei denen langfristig gespeichertes, auf 30° bis 50°
C erwärmtes Wasser in der Nähe der Atemwege des Menschen fein verteilt versprüht wird,
bergen das Risiko einer massenhaften Vermehrung und Übertragung.
Um dieses Risiko einzugrenzen, sollte aus hygienischen Gründen die Warmwassertemperatur
über 60 ° C liegen, um ein rasches Absterben der Legionellen zu erreichen. Aus
energiepolitischen Gründen, sowie zur Verhütung von Korrosion, Steinbildung und
Verbrühungsgefahr wurde bislang eine Temperatur von max. 60° C als optimal angesehen.
Eine weitere Möglichkeit, Legionellen aus Warmwassernetzen zu entfernen, ist die
intervallartige Temperaturerhöhung bis auf 80° C.
Des weiteren kann eine Desinfektion mittels Chlor oder UV-Licht erfolgen.
Grundsätzlich sollte eine lange Stagnation des Wassers mit Trinkwasserqualität im Leitungsnetz vermieden werden. Nicht benutzte Abzweigungen des Rohrnetzes sind stillzulegen. Ziel aller Vorbeugemaßnahmen muß sein, den Legionellen keine günstigen Bedingungen für eine Vermehrung zu bieten.
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Bei ordnungsgemäßer Wartung und regelmäßiger Kontrolle der Wasserversorgungsanlagen (Wasseruntersuchung durch ein qualifiziertes Fachinstitut) bei tagesaktuellem Probeentnahmewasser kann eigentlich nichts passieren.
Eine wirklich Gefahr besteht, wenn feinsprühende Wasserentnahmestellen aus nicht fachgerecht gewarteten Wasserversorgungsanlagen benutzt werden. Die Aerosolwirkung bzw. Feinversprühung des lauwarmen Tankwassers fördert die Aufnahme des eventuell verseuchten Wassers in die Atemwege.
www.rund-ums-Boot.de benennt auf Anfrage unabhängige Hygieneinstitute zur Anfrage.
Bei am Anfang geschilderten Krankheitsbildern berichten Sie Ihrem Arzt von der Möglichkeit der Ansteckung.
Ansonsten: gute Reise
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Friedel Heistermann
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